Dr Waggis

Auch heute noch ist der Waggis eine sehr viel gesehene Figur an der Basler Fasnacht. Dem Waggis kann man auch durchs Jahr mal antreffen. Zum Beispiel kann man ihn in Häusern als Keramikfigur oder im Auto als Anhänger für den Rückspiegel antreffen. Kurz gesagt er ist eine der beliebtesten Baslerfasnachtsfiguren. Waggis wurden die Bewohner von Wasgaüs genannt, die auch recht rohe Leute waren. Sie arbeiteten hauptsächlich als Kohlenbrenner und waren die rohe Art gewönnt. Man sagt, das sie dem heutigen Waggis den Namen gegeben haben. Aber es gibt auch noch eine andere Version und zwar meint man, dass Waggis vom Wort Vagus stammt. So nannte man früher die Landstreicher auch Wackebum. Aus diesen zwei Wörtern schmolz im Oberelsass, dass Wort Waggis zusammen.

Dr Altfrangg

Das traurige ist, dass man den Altfrank immer weniger an der Fasnacht antrifft. Er sieht aus wie ein stolzer Herr, aber trotzdem auch ein bisschen dumm. Der Altfrank wurde benutzt, um die edlen Bürger zu verspotten, doch das eigentliche Vorbild des Altfrank ist der Bannerträger, den man noch beim Vogel Gryff antreffen kann. An der Fasnacht sind die alten uniformierten Schweizer Fasnachtsgestalten eine Seltenheit geworden.

Dr Dummpeter

Der Dummpeter war in den Vorkriegsjahren fast ausgestorben. Aber man sieht ihn jetzt schon wieder öfters an der Fasnacht. Sein Gesicht sieht kindlich und verträumt aus und mit seinen Pfuusibacken präsentieren ihn oft Pfeifer. Man behauptet, dass der Peter von der Figur Pierrot, der aus dem Arlecchino hervorgegangene Melancholiker beeinflusst wurde. Doch eine andere These ist, dass er eigentlich Drummpeter geheissen hatte aber weil er das nicht richtig aussprechen konnte, nannte man ihn einfach Dummpeter.

Dr Blätzlibajass

Der Blätzlibajass wurde früher als Liebesversicherung gebraucht. Und zwar war es so, wenn ein Basler Fräulein ihrem Geliebten ein Blätzlibajass nähte, war es eine Liebeserklärung. Denn Blätzlibajass trifft man auch in anderen Ländern an, wie zum Beispiel in Deutschland oder Frankreich und auch in anderen Gebieten der Schweiz. Der Bajass wurde zweifellos durch die Figur von Bajazzo eine klassische Figur der Commedia del` Arte abgeleitet.

Dr Harlekin

Er ist aus dem Arlecchino entstanden, doch früher kannte ihn fast niemand. Aber jetzt ist es gerade umgekehrt, heute ist er einer der beliebtesten Figuren der Fasnacht.

Die Alti Dante

Alti Dante sieht man an der Baslerfasnacht sehr oft. Sie tragen meistens ein Handtäschchen bei sich, in dem sie Pfefferminz – Bonbons und auch ein Fläschchen Klosterfrau Melissengeist und Spitzediechli und zum Schluss noch Würfelzucker drin haben. Das Kostüm der Alten Tante entstand ganz einfach, die Kinder haben den Rock der Mutter und die Bluse der Grossmutter genommen und so dann durch die Gassen getrommelt sind. Doch mit der Zeit wurden die Alten Tanten immer Edler. Ihre Kostüme wurden immer mehr aus Samt und Seide geschneidert.

Dr üli

Der üli trifft man auch schon vor der Baslerfasnacht an. Das erste Mal, wo man ihn sieht, ist am Vogel Gryff, wo er mit einer Sammelbüchse durch die Stadt jagt. Er ruft durch die Stadt ganz laut D`Blaggedde isch doo ... d`Blaggedde isch doo und so will er die neün Blaggedden verkaufen. Der üli wurde von der Figur Eulenspiegel und der Narrenkappe beeinflusst. Die Variante bei welcher der üli als deutscher Narr auftritt, wird nicht so oft benutzt.

Dr Pierrot

Der Pierrot ist eine Figur, die ein Klassisches und schönes Gesicht hat. Er wurde früher meistens als Kinderkostüm gebraucht. Es hatte auch keine Larve, denn sie haben den Kindern einfach ihr Gesicht bemalt. Die meisten Stammcliquen brauchen das alte klassische Kostüm, das aus dem Französischen Comédie entstanden ist, und das den aus Italien kommenden Arlecchino als Vorbild hatte.

Dr Domino

Der Domino ist eine ganz klassische Figur. Aber eigentlich ist es ein Kostüm der Jahrhundertwende. Es ist eine Mischung aus dem Harlekin und dem Pierrot. Also muss er in der Commedia del` Arte entstanden sein.